In der Gay- und Fetisch-Szene bezeichnet der gezielte Einsatz von Poppers die Vorbereitung der analen Schließmuskulatur auf intensivere Penetration. Ziel dieser Vorbereitung ist es, den natürlichen Widerstand des Gewebes herabzusetzen und Schmerzen oder Verletzungen durch unkontrolliertes Verkrampfen zu vermeiden.
Mechanismus & Relevanz
• Gewebeentspannung: Die Poppers sorgen für ein schnelles Erschlaffen der glatten Muskulatur im Beckenboden. Dadurch lässt sich der Schließmuskel geschmeidiger dehnen, was den Einstieg bei größeren Toys oder Penetrationsformen erleichtert.
• Lern- und Dehnungseffekt: Das Training dient primär dazu, dem Körper die Angst vor dem Dehnungsreiz zu nehmen. Langfristig geht es darum, die Kontrolle über die Entspannung der Beckenbodenmuskulatur auch ohne chemische Hilfsmittel zu erlernen.
• Sicherheit & Umsicht: Da Poppers den Blutdruck schlagartig senken, erfordert diese Praxis höchste Achtsamkeit, eine gute Belüftung sowie den Verzicht auf Kombinationen mit anderen Substanzen (insbesondere Potenzmitteln), um Herz-Kreislauf-Risiken auszuschließen.